Medicis-Gürtel mit Perlenstickerei

Heute habe ich für euch einen sehr einfachen, aber sehr effektvollen Gürtel von 1888 mit dem hübschen Namen „Medicis-Gürtel“. Der Schnitt lässt sich beliebig anpassen an die eigene Figur, denn er besteht aus einem verzierten Vorderteil und einem einfachen Band.

Schnitt-Methode: Abb. 32 – Mit den kurzen krausen Taillen erscheint auch wieder der für schlanke Figuren sehr vortheilhafte Medicis Gürtel. An Abb. 31 ist der vordere Theil nach der kleinen Schnitt-Methode, Abb. 32, aus schwarzem mit großen und kleinen Perlen gestickten Tüll hergestellt und in der Mitte durch Jet-Muschen bereichert. Große Perlen umgeben den Rand dieses mit schwarzer Seide gefütterten vorderen Schnebbentheiles, dem sich ein 5 Cent. breites schwarzes Reps- oder Moiré-Band als Gurt anschließt. Seitlicher unsichtbarer Hakenschluß.

Da nicht jeder von uns eine so schmale Taille hat, dass 30 cm ca. die Häfte (also den vorderen Teil) ausmacht, empfehle ich, die Seiten so zu verlängern, dass diese auf jeden Fall der Weite bis zu den normalen Seitennähten entspricht. Wer zusätzlich noch ein bisschen mehr Spielraum braucht, kann den seitlichen Verschluss zum Beispiel mit einem schwarzen Gummibändchen elastischer gestalten oder eine zweite Reihe Häkchen vorsehen.

Der Schnitt für den vorderen Teil ist anhand der Zeichnung leicht nachzuzeichnen. Eine zusätzliche Abbildung der Stickerei ist leider nicht vorhanden, der Fantasie ist also freier Lauf gelassen.

 

Quelle: Illustrierte Frauenzeitung sowie Tygodnik Mód 1888

Regina Gschladt

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